{"id":35,"date":"2013-06-20T13:04:16","date_gmt":"2013-06-20T11:04:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/?page_id=35"},"modified":"2018-10-12T22:26:11","modified_gmt":"2018-10-12T20:26:11","slug":"vita","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/vita\/","title":{"rendered":"Vita"},"content":{"rendered":"<h3>Biographie aus dem\u00a0 Werkverzeichnis\u00a02006<\/h3>\n<p>Karl Michael Komma wurde am 24. Dezember 1913 in Asch (B\u00f6hmen) als viertes Kind von Marie Elisabeth und Georg Adam Komma geboren. Ebenso wie seine \u00e4lteren Geschwister Hermann, Helene und Eduard erhielt er schon im Alter von f\u00fcnf Jahren regelm\u00e4\u00dfig Klavier- und sp\u00e4ter auch Violinunterricht von seinem Gro\u00dfvater Eduard Adler. Bereits mit acht Jahren begann er, kleine St\u00fccke zu komponieren, und mit zehn Jahren entdeckte er das Orgelspiel f\u00fcr sich. Schon w\u00e4hrend seiner Schulzeit in Eger und Asch spielte die Musik eine zentrale Rolle in seinem Leben.<br \/>\nNach dem Abitur 1932 folgte er Helene und Eduard nach Prag, wo er an der Deutschen Akademie f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst Komposi\u00adtion bei Fidelio F. Finke, Klavier bei Franz Langer und Dirigieren bei Georg Szell, sowie an der Deutschen Universit\u00e4t Prag Musikwissen\u00adschaft bei Gustav Becking und Anglistik studierte. Hier begegnete er auch erstmals Lotte Scholze, einer Freundin seiner Schwester. Auf An\u00adregung seines Onkels Hans Adler wechselte er 1934 an die Universit\u00e4t Heidelberg, wo er bei Heinrich Besseler Musikwissenschaft studierte und bei Wolfgang Fortner Kompositionsunterricht nahm. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. 1936 (Thema \u201eJohann Zach und die tschechischen Musiker im deutschen Umbruch des 18. Jahrhunderts\u201c) blieb er noch bis 1939 als Assistent von Besseler am musikwissenschaftlichen Institut der Universit\u00e4t Heidelberg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/noerdlingen1948.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-561 alignleft\" src=\"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/noerdlingen1948-300x208.jpg\" alt=\"noerdlingen1948\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/noerdlingen1948-300x208.jpg 300w, http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/noerdlingen1948.jpg 436w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Als Komma 1939 nach einer Operation zur Rekonvaleszenz bei seinen Eltern in Leitmeritz weilte, traf er <a title=\"Lotte Komma\" href=\"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/lotte-komma\/\">Dr. phil. Lotte Scholze <\/a>wieder, die er im folgenden Jahr 1940 nach der \u00dcbernahme der Leitung der Franz-Schubert-Musikschule (sp\u00e4tere Landesmusikschule) Reichenberg (Sudetenland) in Leitmeritz heiratete. Eine Einberufung in die Wehrmacht blieb ihm aufgrund gesundheitlicher Probleme erspart.<br \/>\nDie T\u00f6chter Sibylle und Barbara wurden 1941 bzw. 1943 geboren.<\/p>\n<p>Nach der Vertreibung gelangten die Kommas 1945 \u00fcber mehrere Stationen zu Onkel Hans Adler nach Wallerstein bei N\u00f6rdlingen, wo Sohn Michael 1947 zur Welt kam.<\/p>\n<p>Karl Michael Komma entfaltete eine rege Vortrags- und Konzertt\u00e4tigkeit bevor er einen Lehrauftrag f\u00fcr Musik am Progymnasium in Bopfingen annahm.<\/p>\n<p>1954 wurde er als Lehrbeauftragter f\u00fcr Musikgeschichte an die Staat\u00adliche Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen und \u00fcbersiedelte mit seiner Familie nach Reutlingen. Ab 1960 wirkte er an diesem Institut zudem als Professor f\u00fcr Komposition, Musiktheorie und Musikgeschichte. Nach seiner Emeritierung 1978 blieb er der Hochschule noch bis 1988 als Lehrbeauftragter f\u00fcr Kirchenmusikgeschichte verbunden. Es folgte wiederum eine rege T\u00e4tigkeit als Komponist, Organist, Kammermusik- und Liedbegleiter, sowie als Vortragender, die bis heute anh\u00e4lt.<\/p>\n<p>In Reutlingen hat er sich um das ehemalige \u201eSchw\u00e4bische Symphonieorchester\u201c bzw. die heutige \u201eW\u00fcrttembergische Philharmonie\u201c und die Musikschule sehr verdient gemacht. Er regte die Gr\u00fcndung der \u201eGesellschaft der Musikfreunde\u201c und der Reihe \u201eMusica nova\u201c, die er auch \u00fcber zwei Jahrzehnte hinweg leitete, an.<\/p>\n<p>Seine Frau Lotte verstarb nach fast sechzig Jahren gl\u00fccklicher Ehe 1999. Im Jahr 2004 heiratete Karl Michael Komma seine zweite Frau Charlotte Epple.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*****<\/p>\n<p>Karl Michael Komma starb am 23. 09. 2012\u00a0 in Memmingen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mikomma.de\/kmk\/kmk_230912.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">24. 12. 1913 &#8211; 23. 09. 2012<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Aus dem Programmheft zum &#8222;Festkonzert 70 Jahre K\u00fcnstlerGilde&#8220; (15. September 2018 in Esslingen), mit freundlicher Genehmigung von Helmut Scheunchen:<\/strong><\/p>\n<p>Karl Michael Komma wurde 1913 im b\u00f6hmischen Asch geboren. Er studierte 1932 bis 1934 an der Deutschen Universit\u00e4t in Prag Musikwissenschaft und an der dortigen Deutschen Akademie f\u00fcr Musik Komposition bei Fidelio Finke. 1936 promovierte er in Heidelberg. 1936 wurde er an der Musikschule in Reichenberg Assistent und von 1940 bis zur Vertreibung 1945 Direktor. Er lebte dann in Wallerstein, wo er in der ber\u00fchmten Oettingen-Wallersteinschen Musikbibliothek arbeitete. 1954 kam er an die Stuttgarter Musikhochschule, als Lehrer f\u00fcr Musikgeschichte, Tonsatz und Komposition, 1960 Professor. Auch nach der Emeritierung 1989 stand er noch in enger Verbindung zu seiner Stuttgarter Musikhochschule. Sein unersch\u00f6pflicher Kenntnisreichtum war bemerkenswert und au\u00dfergew\u00f6hnlich, auch sein gl\u00e4nzendes pianistisches K\u00f6nnen bewahrte er sich bis ins hohe Alter. Die Zahl seiner Sch\u00fcler ist riesig, und auch zwei Mitwirkende des Malinconia-Ensembles (Schmidt und Scheunchen) geh\u00f6ren dazu. Komma schuf ein umfangreiches kompositorisches Werk zahlreicher Gattungen, von dem gesagt wird, da\u00df es die in der Tradition verwurzelte Einheit des Sch\u00f6pferischen mit dem Musikantischen f\u00fcr die Gegenwart bewahrte und zugleich erneuerte: Klavierwerke, Orgelmusik, Kammermusik, Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Lieder und Ges\u00e4nge sowie Chorwerke. Zahlreiche Preise w\u00fcrdigten sein kompositorisches Werk. Von besonderer Bedeutung ist auch seine musikwissenschaftliche Arbeit, die in vielen Publikationen pr\u00e4sent ist. Grundlegend sind seine Forschungen auf dem Gebiet der deutschb\u00f6hmischen Musik und ihrer Geschichte. Karl Michael Komma war ein &#8222;Urgestein&#8220; der K\u00fcnstlerGilde, Johann Wenzel Stamitz-Preistr\u00e4ger, auch verehrter Gast bei Malinconia-Konzerten.<br \/>\n<em>Dialog mit Schubert<\/em> entstand 1997 als Kompositionsauftrag, um zwei Trio-Einzels\u00e4tze Franz Schuberts (D 28 u. D 897) zu umrahmen. Die auf dem Programm stehende <em>Introduktion<\/em> zeigt neben rhythmischen und anderen Elementen Bez\u00fcge zu Schubert. In der <em>Introduktion super FrAnz SCHuBert<\/em> hat Komma die vertonungsm\u00f6glichen Buchstaben FASCHB zu einem &#8222;verfremdeten Dominantseptakkord zu B thematisch (horizontal und vertikal) genutzt&#8220;. In der heutigen Auff\u00fchrung wird die Introduktion mit dem ber\u00fchmten Schubert-Lied <em>Auf den Wassern zu singen<\/em> kombiniert, ein melancholischer Blick auf die K\u00fcnstlergilde. \u00a9 Helmut Scheunchen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Lebenswege<\/strong> erschienen beim <a title=\"Lebenswege\" href=\"http:\/\/www.carus-verlag.com\/index.php3?BLink=KKArtikel&amp;ArtikelID=6253\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlag Carus<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Lebenswege\" href=\"http:\/\/www.carus-verlag.com\/index.php3?BLink=KKArtikel&amp;ArtikelID=6253\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-720 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.mikomma.de\/pub\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/lebenswege.jpg\" alt=\"lebenswege\" width=\"180\" height=\"256\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Portrait KARL MICHAEL KOMMA Pan und das Chroma 1<\/strong> -&gt; <a href=\"http:\/\/essays.musikmph.de\/composers\/f_l\/komma_karl_michael\/2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">externer Link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<script>\nvar zbPregResult = '0';\n<\/script>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biographie aus dem\u00a0 Werkverzeichnis\u00a02006 Karl Michael Komma wurde am 24. 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