Die
Wellenfunktion für einen Elektronenzustand im homogenen B-Feld ist die
Wellenfunktion des harmonischen Oszillators (endlich einmal eine sinnvolle
Anwendung des harmonischen Oszillators in der Quantenphysik :-):
>
chi:=(n,xi)->1/sqrt(ah*2^n*n!)*exp(-(xi^2/2))*H(n,xi);
Die
Hermiteschen Polynome gibt es im Package 'orthopoly'
>
with(orthopoly):
Zum
Beispiel
>
H(17,x);
Oder
>
chi(10,xi);
Dabei
ist
>
ah:=sqrt(hq/(m*omega));
und
die Zyklotronfrequenz
>
omega:=e*B/(m*c);
Also
>
chi(n,z);
mit
der Variablen
>
xi:=(y-y0)/ah;
sowie
>
y0:=-c*px/(e*B);
Also
>
chi(n,xi);
Die
Masse fällt demnach heraus und wir nehmen für die Naturkonstanten jeweils
1:
>
hq,e,c:=1,1,1;
>
chi(n,xi);
Tests:
>
px:=1:B:=1:
>
chi(3,xi);
>
plot(chi(3,xi),y=-5..5);
Wahrschinlichkeitsdichten:
>
B:=1:
>
plot([seq(chi(n,xi)^2,n=0..3)],y=-8..8);
Die
Bedeutung von px und y0 muß noch interpretiert werden. Wir wählen vorläufig
px (den Impuls in x-Richtung) gleich Null und ändern versuchsweise das
B-Feld etwas.
>
B:=0.5:px:=0:
>
plot([seq((y-y0)^2*chi(n,xi)^2,n=0..3)],y=-8..8);
Man
kann auch die Maxima von
bestimmen:
>
solve(diff(chi(3,xi)^2,y));
Wie
müssen wir normieren?
>
px:=10:B:=4:
>
int(chi(5,xi)^2,y=-infinity..infinity);
Das
ist unabhänig von B und px, jedenfalls liefert Maple hier 'für alle' Einsetzungen
von B und px
.
Wie
ändert sich die Lage der Maxima mit B?
>
px:=0:B:='B':
>
plot3d(chi(3,xi)^2,y=-4..4,B=0.001..2,axes=framed,grid=[50,50],orientation=[-115,50]);
Eine
andere Art der Darstellung:
>
plot3d(chi(3,xi)^2,y=-4..4,B=0.001..2,axes=framed,grid=[50,50]);
Dabei
gilt für den feldfreien Fall:
>
limit(chi(3,xi)^2,B=0);
Klassischer
Radius aus Energie:
>
B:='B':m:='m':omega;
>
n:='n':E:=(n+1/2)*hq*omega;
>
rq:=simplify(sqrt(2*E/m)/omega);
Das
ist abhängig von m! Aber wir vereinfachen:
>
m:=1:rq;
Zum
Vergleich die klassische Aufenthaltswahrscheinlichkeit aw
als
Kehrwert der Geschwindigkeit, berechnet aus der kinetischen Energie des
harmonischen Oszillators.
>
aw:=1/sqrt(rq^2-y^2)/Pi;
Die
Normierung erhält man z.B. so:
>
r0:='r0':int(1/sqrt(r0^2-y^2),y=-r0..r0);
>
r0:=2:
>
int(1/sqrt(r0^2-y^2),y=-r0..r0);
und
das ist unabhängig von r0 (wie man durch Einsetzen von verschiedenen Werten
für r0 leicht beweisen kann :-).
>
Darstellung
der quantenmechanischen Verteilung und Vergleich mit den klassischen Größen
aw und
rq (
ist jetzt korrekt mit
normiert.
>
px:=0:B:=1:n:=40:evalf(rq);
>
display(plot(chi(n,xi)^2/sqrt(Pi),y=-1.2*rq..1.2*rq,numpoints=500),plot([[rq,0],[rq,1]],color=blue),plot([[-rq,0],[-rq,1]],color=blue),plot(aw,y=-0.99*rq..0.99*rq,color=black),view=[-1.2*rq..1.2*rq,0..1]);
Man
erahnt den Übergang von der Quantenphysik zur klassischen Physik, aber
vielleicht kann man ihn so leichter nachvollziehen:
>
n:='n':
>
display([seq(display(plot(chi(n,xi)^2/sqrt(Pi),y=-1.2*rq..1.2*rq,numpoints=500),plot([[rq,0],[rq,1]],color=blue),plot([[-rq,0],[-rq,1]],color=blue),plot(aw,y=-0.99*rq..0.99*rq,color=black),view=[-1.2*rq..1.2*rq,0..1]),n=0..40)],insequence=true);
Tja
- auch für n = 40 scheint da noch ein 'kleiner Rest des Elektrons' innerhalb
der Kreisbahn zu bleiben.
Wie
soll man sich das Landau-Elektorn überhaupt räumlich vorstellen? Einfach
rotationssymmetrisch?
>
n:=10:r:='r':
>
plot3d([y*cos(theta),y*sin(theta),chi(n,xi)^2],y=0..1.5*rq,theta=0..2*Pi,axes=framed,grid=[30,40]);
Das
wäre ziemlich klassisch gedacht. Quantenmechanisch sieht es eher so aus,
>
plot3d([x,y,chi(n,xi)^2],y=-1.5*rq..1.5*rq,x=0..2,axes=framed,grid=[100,2]);
weil
mit Vorgabe des Impulses in x-Richtung (hier
) der Ort des Kreismittelpunktes in x-Richtung unbestimmt wird.
Und
wie sieht - nebenbei gefragt - eigentlich der Term der Wellenfunktion
für große n aus?
>
sort(chi(60,xi));
Das
ist Computer-Algebra! Etwas kompakter...
>
sort(evalf(chi(60,xi)));
Nach
so viel Computeralgebra sollten wir noch ein paar einfache Rechnungen
anstellen.
Welche
Quantenzahlen gehören denn zu einem 'makroskopischen Landau-Zustand'?
Zur
Beantwortung dieser Frage benötigen wir zunächst die Naturkonstanten.
>
restart:
>
hq:=evalf(4.136/2/Pi*10^(-15)); # eVs
>
e:=1.6*10^(-19); # C
>
m:=9.1*10^(-31); # kg
Eine
Gleichung für die Quantenzahl
(die Nullpunktsenergie vernachlässigen wir großzügig):
>
n:=E/(hq*omega); # E in eV
Die
Zyklotronfrequenz
>
omega:=e/m*B; # B in Tesla
Und
als zusätzliche Information den Radius der Bahn
>
r:=sqrt(2*E/(omega*B));
Wir
nehmen ein Zahlenbeispiel (B in Tesla, E in eV):
>
B:=0.01:E:=1000:'B'=B*Tesla;'E'=E*eV;'omega'=omega*Hz;
'r'=evalf(r)*'m';'n'=round(n);
Auf
Deutsch: Zu einer makroskopischen Bewegung mit einem Radius von 1cm gehört
eine Quantenzahl von Achthundertvierundsechzigmillionenunddreizehntausendneunhundertsiebenunddreißig
.
Und
die klassische Antreffwahrscheinlichkeit sieht so aus:
>
aw:=1/sqrt(r^2-y^2)/Pi;
>
>
plot(aw,y=-r..r);
Leider
konnte ich bis heute Maple nicht dazu bewegen, in endlicher Zeit
zu zeichnen. Es sollte
aber ganz ähnlich aussehen.