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Wie breiten sich die elektromagnetischen Wellen von einem Hertzschen Dipol aus? Und wie kann man es erklären, daß die magnetische Feldstärke und die elektrische Feldstärke direkt am Dipol um 90° phasenverschoben sind, während sie in der Fernzone in Phase sind? (Manchmal spricht man scherzhaft auch davon, daß das B-Feld das E-Feld einholt - oder war es umgekehrt?) Vielleicht kann man diese Fragen mit Maple beantworten. Die magnetische Feldstärke (z.B. Jackson, Classical Electrodynamics):
Die elektrische Feldstärke:
Aha! Die Feldstärken enthalten Summanden, die mit 1/r, 1/r² und 1/r³ gehen. In der Fernzone bleiben nur noch die 'Strahlungskomponenten' mit 1/r übrig - und die sollten in Phase sein. Wir machen einen ersten Versuch (E-Feld rot, B-Feld blau):
Offensichtlich wurde für die Zeichnung die Wellenlänge 2 gewählt. Die Nullstellen von E und B fallen praktisch zusammen (die Vorzeichen von E und B wurden so gewählt, daß die Kurven deutlich getrennt sind). Sind wir mit r = 2 schon in der Fernzone? Gibt es überhaupt eine Phasenunterschied von E und B? Wir sollten die Nahzone untersuchen:
In dieser Animation sieht man, weshalb man von der 'Nahzone' spricht: Der Phasenunterschied von E und B macht sich nur unterhalb der halben Wellenlänge bemerkbar (Vorzeichen von E und B so gewählt, daß die Kurven in der Fernzone zusammenfallen). Nun sind die Feldstärken ja auch rämlich unterschiedlich orientiert. Kann man das mit Maple darstellen?
So sieht also die Geburt einer elektromagnetischen Welle aus! Es ist wunderbar, der Natur beim Stricken zuzusehen! Aber die Natur strickt keine linearen elektromagnetischen Wellen - sie kann es dreidimensional (mindestens). Mit Maple können wir noch eine Dimension weiter mithalten:
Als Movie (Windows Mediaplayer) 220K Mit unserem Verstand und unserem Vorstellungsvermögen kommen wir noch eine Dimension weiter... Noch ein paar statische Bilder...
Wie man zu diesen Formeln kommt? komma@oe.uni-tuebingen.de |
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